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Wir haben Grund zu feiern! 

Die Ver­an­ke­rung von sexu­el­ler Bil­dung im Lehr­plan von Öster­reichs Schu­len jährt sich heu­er zum 50. Male. Mög­lich wur­de dies durch das fächer­über­grei­fen­de Unter­richts­prin­zip Sexu­al­päd­ago­gik, wel­ches mit dem soge­nann­ten Grund­satz­er­lass Sexu­al­päd­ago­gik vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung, Wis­sen­schaft und For­schung for­mu­liert wurde.

 

Sexu­el­le Bil­dung im Wan­del der Zeit

Im Lau­fe der Zeit hat sich der Blick­win­kel auf das The­men­feld Sexu­al­päd­ago­gik deut­lich ver­än­dert. Dies lässt sich sehr gut an den drei Sta­tio­nen able­sen, wel­che der heu­tig gel­ten­de Grund­satz­er­lass bis­her durch­lau­fen hat. Begon­nen hat alles vor 50 Jah­ren, am 24. Novem­ber 1970, als das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Unter­richt und Kunst den Erlass „Sexu­al­erzie­hung in den Schu­len“ ver­öf­fent­lich­te. Die Schu­len wur­den dadurch erst­mals expli­zit damit beauf­tragt, Sexua­li­tät im Unter­richt zum The­ma zu machen. Zu die­ser Zeit ging es dabei vor allem um die Fra­ge „Was dür­fen Jugend­li­che wis­sen?“. Die sexu­el­le Bil­dung die­ser Zeit war punk­tu­ell auf die Ver­mitt­lung von bio­lo­gi­schen und ana­to­mi­schen Fak­ten beschränkt.

Beein­flusst von den gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen und den damit zusam­men­hän­gen­den ver­än­der­ten Lebens­rea­li­tä­ten kam es Mit­te der 1990er Jah­re erst­mals (wenn auch nur gering­fü­gig) zu Adap­tio­nen im Grund­satz­er­lass. In den Blick der Sexu­al­päd­ago­gik gerie­ten nun zuneh­mend auch Fra­gen der sexu­el­len Selbst­be­stim­mung, Prä­ven­ti­on von sexu­el­ler Gewalt, AIDS Prä­ven­ti­on sowie die The­men Viel­falt und Gleich­stel­lung von Mann und Frau.

Danach soll­te es wei­te­re zwan­zig Jah­re dau­ern, bis im Jah­re 2015 die bis heu­te gül­ti­ge, umfas­sen­de­re Neu­for­mu­lie­rung des Erlas­ses statt­fand. Sexu­el­le Bil­dung muss heu­te sehr viel wei­ter gedacht wer­den, möch­te sie den bedeut­sa­men Ent­wick­lun­gen der letz­ten Deka­den Rech­nung tra­gen. Zu nen­nen sind hier vor allem die Eta­blie­rung des Inter­nets in unse­ren All­tag, die weit­ge­hen­de Gleich­stel­lung von viel­fäl­ti­gen Lebens­for­men in den meis­ten euro­päi­schen Län­dern und die For­mu­lie­rung sexu­el­ler Rech­te als Men­schen­rech­te auf inter­na­tio­na­ler Ebe­ne (Vasold, 2016).

Social Media Kampagne

Auch die Platt­form Sexu­el­le Bil­dung  hat das Jubi­lä­um genutzt, um mit einer Social Media Kam­pa­gne fei­er­lich auf das The­ma auf­merk­sam zu machen – mit dem Ziel, noch mehr Men­schen von der Wich­tig­keit pro­fes­sio­nel­ler Sexu­al­päd­ago­gik zu über­zeu­gen. Alle inter­es­sier­ten Men­schen waren dazu auf­ge­for­dert, sich an der Kam­pa­gne zu betei­li­gen. Die Ergeb­nis­se fin­den Sie auf den sozia­len Netz­wer­ken der Platt­form, sowie unter den Hash­tags #50JahreSexualpädagogik, #red­madrü­ber, #sexu­el­le Bildung.

Der aktu­el­le Grund­satz­er­lass zum Download

Wenn Sie sich näher mit den Inhal­ten des Grund­satz­er­las­ses Sexu­al­päd­ago­gik aus­ein­an­der set­zen möch­ten, fin­den Sie hier die Mög­lich­keit die­sen downzuloaden.

Quel­len:

Vasold, S. (2016). Hem­mungs­los gegen Gleich­heit. Bei­trä­ge zur Medienpädagogik.

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