CC0 ghcassel - pixabay.com

Um Bild­schirm­ge­wohn­hei­ten, die sich in den letz­ten Wochen auch ver­ständ­li­cher­wei­se ein­ge­schlif­fen haben, nicht zu ver­fes­ti­gen, erscheint es vor allem jetzt wich­tig, einen Blick auf den eige­nen Medi­en­kon­sum zu wer­fen und eben die­sen schritt­wei­se wie­der zu reduzieren. 

Alle atmen auf, die Coro­na-Beschrän­kun­gen wer­den Schritt für Schritt gelo­ckert. Die Schu­le hat wie­der begon­nen, obgleich nur ein­ge­schränkt und mit Auf­la­gen und für vie­le Eltern ist der „Büro- bzw. Arbeits­all­tag“ wie­der los­ge­gan­gen. Lang ersehn­te Tref­fen mit Freund*innen und Ver­wand­ten sind wie­der mög­lich, vor­aus­ge­setzt die Abstands­re­geln wer­den ein­ge­hal­ten. Und auch Sie sind bestimmt froh dar­über, wie­der einen Kaf­fee im Café­haus oder ein Schnit­zel im Gast­haus genie­ßen und viel­fäl­ti­ge­ren Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten nach­ge­hen zu können.
Für Kin­der und Jugend­li­che ist es jetzt beson­ders wich­tig, wie­der ihre Freund*innen tref­fen zu kön­nen und mit ihnen etwas zu unter­neh­men. Digi­ta­le Medi­en haben in der Coro­na-Kri­se unbe­streit­bar ihre Not­wen­dig­keit und Rele­vanz unter Beweis gestellt, sei es im Home-Office, beim Home-Schoo­ling oder bei Video­te­le­fo­na­ten mit Freund*innen und Ver­wand­ten. Gera­de jetzt bie­tet sich aber auch eine gute Gele­gen­heit, Medi­en­zei­ten, die wahr­schein­lich in den letz­ten Wochen etwas über­hand­ge­nom­men haben, wie­der zu redu­zie­ren. Viel­leicht gelingt es ein­mal für einen Tag auf die Lieb­lings­app am Han­dy zu ver­zich­ten und es erge­ben sich so neue, uner­war­te­te Mög­lich­kei­ten, die Frei­zeit zu nutzen.

 

CC0 ghcassel - pixabay.com

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Medi­en­freie Zeiten

Gene­rell ist es hilf­reich, kom­plett medi­en­freie Zei­ten fest­zu­le­gen, bei­spiels­wei­se bei den Mahl­zei­ten, am Abend in der Zeit vor dem zu Bett gehen oder zu ande­ren, von Ihnen defi­nier­ten Zei­ten. Mit jün­ge­ren Kin­dern soll­ten Sie gemein­sam Regeln for­mu­lie­ren. Wich­tig ist, dass Kin­der die Regeln auch ver­ste­hen, um deren Berech­ti­gung akzep­tie­ren zu kön­nen. Auch von älte­ren Jugend­li­chen kann man ein­for­dern, dass das Han­dy bei­spiels­wei­se beim gemein­sa­men Essen nicht ver­wen­det wird. Beson­ders wich­tig ist jedoch, dass auch Sie Ihre eige­ne Han­dy- bzw. Medi­en­nut­zung reflek­tie­ren und sich selbst genau­so an die­se Regeln hal­ten, damit Sie als Vor­bild glaub­wür­dig erscheinen.
Wur­den die Com­pu­ter- oder Fern­seh­zei­ten in der Coro­na-Zeit aus­ge­wei­tet, dann ist jetzt ein guter Zeit­punkt, die­se Rege­lun­gen zu über­den­ken und neue Ver­ein­ba­run­gen zu tref­fen, vor allem da nun wie­der ver­mehrt ande­re Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten mög­lich sind. Da aber bei wei­tem noch nicht alles beim Alten ist, soll­ten die Regeln gra­du­ell ange­passt und Bild­schirm­zei­ten schritt­wei­se redu­ziert werden.

 

Viel­falt an Freizeitaktivitäten 

Je viel­fäl­ti­ger die Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen Ihrer Kin­der sind, umso gerin­ger ist auch die Wahr­schein­lich­keit einen pro­ble­ma­ti­schen Medi­en­kon­sum oder eine Inter­net-/ Com­pu­ter­spiel­ab­hän­gig­keit zu entwickeln.
Kurosch Yazdi, Pri­mar­arzt der Kli­nik für Psych­ia­trie mit Schwer­punkt Sucht­me­di­zin des Kep­ler Uni­ver­si­täts­kli­ni­kums Linz mein­te vor Kur­zem in einem Inter­view, dass der Ver­lust von Viel­falt bei Kin­dern sowie Erwach­se­nen immer bedenk­lich sei (Wie­ner Zei­tung am 2.5.2020). Gera­de des­we­gen ist es umso wich­ti­ger, Kin­der und Jugend­li­che in ihrer Viel­fäl­tig­keit zu för­dern, sie zu ver­schie­de­nen Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten und Hob­bys zu ermu­ti­gen und so die kind­li­che Neu­gier­de am Leben zu bewah­ren. Wenn die­se indi­vi­du­el­len Inter­es­sen aber ver­lo­ren gehen und durch digi­ta­le Medi­en wie Com­pu­ter oder Han­dy ersetzt wer­den, wird es ungesund.

 

Medi­en­zei­ten wie­der reduzieren

Um Bild­schirm­ge­wohn­hei­ten, die sich in den letz­ten Wochen auch ver­ständ­li­cher­wei­se ein­ge­schlif­fen haben, nicht zu ver­fes­ti­gen, erscheint es vor allem jetzt wich­tig, einen Blick auf den eige­nen Medi­en­kon­sum zu wer­fen und eben die­sen schritt­wei­se wie­der zu redu­zie­ren. Machen Sie es in Ihrer Fami­lie zum The­ma und ent­wi­ckeln Sie gemein­sam neue Regeln. Fan­gen Sie bei sich selbst an, denn Kin­der beob­ach­ten Erwach­se­ne sehr genau und unse­re Vor­bild­wir­kung ist sehr viel grö­ßer, als uns manch­mal bewusst und lieb ist!

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