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Was Kinder jetzt brauchen!

Die Covid-19 Erkrankung ist nicht nur für Erwachsene eine Herausforderung. Die neue Situation kann besonders für Kinder beängstigend sein. Kinder können sich anhänglicher oder ängstlicher verhalten als üblich, oder aber mit Zurückgezogenheit oder Verärgerung auf den Stress reagieren. Wie können Eltern ihre Kinder in schwierigen Zeiten unterstützen? Wir wollen einige Tipps geben.

  • Versuchen Sie ruhig zu bleiben. Unruhe, Angst und Panik überträgt sich auf Ihr Kind. Je entspannter Sie mit der Situation umgehen, desto sicherer fühlt sich Ihr Kind.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass das Virus im Normalfall für gesunde Personen nicht gefährlich ist. Vorsichtsmaßnahmen sollen dafür sorgen, dass sich möglichst wenige Menschen anstecken.

  • Besprechen Sie Vorsichtsmaßnahmen kindgerecht. Überfordern Sie Ihr Kind nicht mit zu vielen Informationen. Setzen Sie Hygienemaßnahmen wie zum Beispiel Händewaschen gemeinsam um. Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man in den gebeugten Ellbogen niest oder hustet. Und erklären Sie, dass man den direkten Kontakt mit Menschen meiden soll, die nicht im selben Haushalt leben.

  • Achten Sie auch darauf, welche Bilder Ihr Kind im Fernsehen oder in den sozialen Netzwerken sieht. Mitunter können beispielsweise Fotos von vermummten Personen angstauslösend sein.

  • Nehmen Sie die Sorgen und Ängste Ihres Kindes ernst. Beantworten Sie Fragen altersgerecht. Hier ein paar Empfehlungen der unicef und ein Video der Stadt Wien, in welchem kindgerecht das Corona-Virus erklärt wird.

  • Behalten Sie – soweit möglich – alltägliche Routinen und Rituale bei. Strukturieren Sie Ihren gemeinsamen Tag. Das gibt Sicherheit. Es ist sinnvoll nach wie vor zu einer ähnlichen Zeit als üblich aufzustehen, sich umzuziehen, gemeinsam zu frühstücken. Planen Sie vormittags und nachmittags Aktivitäten gemeinsam, aber auch mit genügend Zeit für Pausen und Entspannung.

  • Hausaufgaben und Lernen für die Schule können mitunter Potential für Konflikte darstellen. In dieser angespannten Situation sollen sie keine zusätzliche Belastung und Stress sein. Wenn möglich, bauen Sie die schulischen Aufgaben soweit als möglich im Alltag ein. Wenn es einmal nicht klappt, dann gönnen Sie ihrem Kind und sich einen Tag ohne Lernen. Verbringen Sie eine möglichst gute Zeit gemeinsam.

  • Erlauben Sie sich und ihrem Kind Zeit mit Medien (Film, YouTube, Online-Spiele, etc.) Definieren Sie dafür eine Dauer und achten Sie darauf, anschließend auch wieder ganz bewusst abzudrehen und einer anderen Beschäftigung nachzugehen.

  • Überlegen sie gemeinsam mit ihrem Kind, mit wem sie*er in Kontakt bleiben möchte. Nutzen sie Telefon, Video-Telefonie, Chat, soziale Nachrichtendienste, um Freund*innen und Familie zu kontaktieren.

  • Bewegen Sie sich. Es gibt viele Anleitungsvideos (zum Beispiel für Kinder-Yoga) im Internet, um Bewegung auch in den vier Wänden möglichst lustvoll zu gestalten. Sooft es geht schnappen Sie frische Luft, am Balkon, im eigenen Garten oder durch Lüften der Wohnung.

Wenn Sie an weiteren Tipps für ihren Erziehungsalltag interessiert sind, so können wir Ihnen die Broschüre „Acht Sachen, die Erziehung stark machen“ empfehlen.

Sobald es wieder möglich ist, stehen wir Ihnen natürlich gerne für Elternabende in Kindergärten, Schulen oder anderen Institutionen zur Verfügung. Schauen Sie sich dazu die Angebote auf unserer Website an!

Jedenfalls heißt die Devise „durchhalten“. Bewahren sie möglichst Ruhe und einen kühlen Kopf. Seien sie nicht zu streng mit sich selbst und ihrem Kind. Es ist eine Ausnahmesituation für uns alle.

Alles Gute und bleiben sie gesund!

Link WHO:

https://www.who.int/docs/default-source/coronaviruse/helping-children-cope-with-stress-print.pdf?sfvrsn=f3a063ff_2