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Weltnichtraucher*innentag dieses Jahr mit Fokus auf Jugend

In einer Zeit, in der uns die COVID-19-Pandemie stark beschäftigt, rückt das Thema Gesundheit in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Aufgrund der aktuellen Lage und anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai streichen die Landesrätinnen Christiane Teschl-Hofmeister und Ulrike Königsberger-Ludwig die Wichtigkeit dieses Themas hervor: „Seit dem 1987 ins Leben gerufenen Weltnichtrauchertag ist im Nichtrauchergesetz viel passiert. Speziell das letzte Jahr hat hier Neuerungen gebracht. Neben der Erhöhung des Mindestalters für Raucherinnen und Raucher auf 18 Jahre stellt die rauchfreie Gastronomie einen Meilenstein für die Gesundheit vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, aber auch für unsere Jugend dar. Mit dem Weltnichtrauchertag wollen wir einen Impuls für die Prävention des schädlichen Tabakkonsums und für ein gesünderes Leben geben.“

 

In der Suchtprävention ist es das Ziel, Nichtrauchen als Normalität zu verankern. Die rauchfreie Gastronomie fördert die Normalität des Nichtrauchens und ist somit ein wichtiger Schritt zu einer gesünderen Bevölkerung. Ein ganz besonders wichtiger Teil für die Erreichung dieses Zieles ist aus fachlicher Sicht der vermehrte Schutz für Jugendliche, denn: „Jugendliche müssen besonders vor verführerischen, aber schädlichen Produkten geschützt werden. Seitens der Fachstelle NÖ bieten wir Programme und Workshops an, um das Rauchfrei-Sein zu fördern. Dabei setzen wir auf ehrlichen Dialog, der auf wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbaut“, so Markus Weißensteiner von der Fachstelle NÖ. Die verstärkte Aufmerksamkeit, die wir den Jugendlichen zukommen lassen müssen, wird auch von Lutz Köllner, fachlichem Leiter der Jugend:info NÖ, betont: „Die mediale Berichterstattung rund um COVID-19 in Zusammenhang mit Tabak ist für viele undurchsichtig und es ist schwierig, hier zwischen richtigen und falschen Informationen zu unterscheiden. Umso ernster nehmen wir unsere Aufgabe der Jugendinformation und bereiten die Inhalte jugendgerecht und anwendbar auf, um junge Menschen bei gesundheitskompetenten Entscheidungen zu unterstützen.“

 

© NLK Burchhart
© NLK Burchhart

abgebildet: Markus Weissensteiner, MSc; Mag.a jur. Alexandra Rehak; LRin Mag.a Christiane Teschl-Hofmeister; Dr.inUrsula Hörhan, MPH; LRin Ulrike Königsberger-Ludwig; Lutz Köllner

 

Studie beweist: Aktuelle Situation hilft beim Rauchentzug

Die gesundheitlichen Risiken des Tabakkonsums sind gemeinhin bekannt. Eine Studie zu den aus China verfügbaren evidenzbasierten Daten zeigt zudem, dass Raucherinnen und Raucher eine doppelte, bis hin zu einer 14-fachen Wahrscheinlichkeit haben, einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer COVID-19-Erkrankung aufzuweisen – ein weiterer Grund, speziell den Tabakkonsum deutlich zu hinterfragen.

 

In England zeigt eine Studie erstmals, dass die Pandemie einen eindeutigen Einfluss auf das Rauchverhalten hat. Durch eine Studie der „Action on Smoking and Health“ hat es sich herausgestellt, dass britische Raucherinnen und Raucher die aktuelle Situation als Initialzündung für einen Rauchstopp sehen. So haben 2,4 Millionen Rauchende angegeben ihren Konsum einzuschränken, während gar eine halbe Million einen Rauchstopp versuchten. Gar 300.000 Menschen konnten zum Zeitpunkt der Befragung bereits erfolgreich melden: „Wir haben es geschafft! Wir haben aufgehört zu rauchen!“.

Nutzen auch Sie die Möglichkeit verstärkt auf sich selbst zu achten. Hinterfragen Sie kritisch ihren Tabakkonsum, achten Sie auf Ihre Mitmenschen und versuchen auch Sie einen Rauchstopp. Für eine kostenlose Beratung steht Ihnen das Rauchfrei Telefon auch jetzt zur Verfügung (rauchfrei.at / 0800 810 013).

Informieren auch Sie sich darüber, wie Sie mit dem Rauchen aufhören können. Eine übersichtliche Darstellung der Angebote finden Sie hier