Am 10. Febru­ar 2026 fin­det wie­der der Safer Inter­net Day unter dem inter­na­tio­na­len Mot­to „Tog­e­ther for a bet­ter inter­net“ statt. Welt­weit set­zen sich Orga­ni­sa­tio­nen, Schu­len und Unter­neh­men dafür ein, das Inter­net zu einem siche­ren und posi­ti­ven Ort für alle zu machen.

Unter die­sem Mot­to möch­ten wir in die­sem Jahr den Fokus beson­ders auf den digi­ta­len Kin­der­schutz legen. Kin­der und Jugend­li­che sind täg­lich online. Damit sie sich sicher und selbst­be­stimmt im digi­ta­len Raum bewe­gen kön­nen, braucht es nicht nur tech­ni­sche Lösun­gen, son­dern auch Auf­klä­rung, Beglei­tung und kla­re Regeln.

War­um ist digi­ta­ler Kin­der­schutz so wich­tig?
Kin­der wach­sen heu­te selbst­ver­ständ­lich mit Smart­phones, Tablets und dem Inter­net auf. Sie chat­ten, spie­len, ler­nen und tei­len Inhal­te online. Der Schutz von Kin­dern im Inter­net bringt eini­ge zen­tra­le Her­aus­for­de­run­gen mit sich, beson­ders auch im fami­liä­ren All­tag.
Ein zen­tra­les The­ma ist der Schutz der Pri­vat­sphä­re. Fotos, Vide­os oder per­sön­li­che Daten kön­nen in sozia­len Netz­wer­ken schnell geteilt wer­den. Oft wird dabei nicht bedacht, wer die­se Infor­ma­tio­nen am Ende sehen kann. Gelan­gen sol­che Daten in die fal­schen Hän­de, kann das schwer­wie­gen­de Fol­gen haben.
Eben­so pro­ble­ma­tisch ist Cyber­mob­bing. Belei­di­gun­gen, Aus­gren­zung oder das Ver­brei­ten von Gerüch­ten fin­den heu­te nicht mehr nur auf dem Schul­hof statt, son­dern oft online, rund um die Uhr und für ein gro­ßes Publi­kum sicht­bar.
Dar­über hin­aus sto­ßen Kin­der im Netz leicht auf unge­eig­ne­te Inhal­te. Gewalt, Por­no­gra­fie oder Hass­re­de sind nur einen Klick ent­fernt und kön­nen die Ent­wick­lung und das Sicher­heits­ge­fühl nach­hal­tig beein­träch­ti­gen.
Nicht zuletzt spielt die über­mä­ßi­ge Nut­zung digi­ta­ler Medi­en eine wach­sen­de Rol­le. Stun­den­lan­ges Scrol­len oder Spie­len kann zu Schlaf­man­gel, Stress und Kon­flik­ten im Fami­li­en­all­tag füh­ren. In man­chen Fäl­len ent­wi­ckelt sich sogar eine Abhän­gig­keit, die das Wohl­be­fin­den und die sozia­len Bezie­hun­gen erheb­lich belastet.

Was kön­nen Eltern kon­kret tun?
Kla­re Regeln für Fotos und Vide­os
• Fra­gen Sie Ihr Kind, bevor Sie Bil­der machen oder pos­ten (auch Kin­der haben ein Recht am eige­nen Bild).
• Ver­mei­den Sie das Tei­len von Fotos in sen­si­blen Situa­tio­nen (z. B. Bade­be­klei­dung).
• Nut­zen Sie Pseud­ony­me statt Klar­na­men in Postings.

Beglei­ten statt ver­bie­ten
• Spre­chen Sie über Apps und Spie­le, die Ihr Kind nutzt.
• Gehen Sie gemein­sam die Pri­vat­sphä­re-Ein­stel­lun­gen durch.
• Erklä­ren Sie, war­um bestimm­te Inhal­te unpas­send oder gefähr­lich sind.

Medi­en­zei­ten fest­le­gen
• Ver­ein­ba­ren Sie „Off­line-Zei­ten“ z. B. beim Essen oder vor dem Schla­fen­ge­hen.
• Nut­zen Sie tech­ni­sche Hil­fen wie Fami­li­en- und Bildschirmzeit-Apps.

Medi­en­kom­pe­tenz för­dern
• Reden Sie über The­men wie Cyber­mob­bing, Sex­ting und Daten­schutz.
• Zei­gen Sie Ihrem Kind, wie man Fake News erkennt.
• Nut­zen Sie Ange­bo­te wie Saferinternet.at für kind­ge­rech­te Infos.

Vor­bild sein
Kin­der ler­nen durch Beob­ach­tung
• Gehen Sie selbst ver­ant­wor­tungs­voll mit Medi­en um.
• Leben Sie Pau­sen und bewuss­te Nut­zung vor.

Fazit
Digi­ta­ler Kin­der­schutz beginnt zu Hau­se. Mit Offen­heit, kla­ren Regeln und Beglei­tung kön­nen Sie Ihr Kind stär­ken und es nicht nur auf Risi­ken vor­be­rei­ten, son­dern auch auf die Chan­cen der digi­ta­len Welt. Wir laden Sie ein, gemein­sam Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men – für mehr Schutz, mehr Medi­en­kom­pe­tenz und ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der im Netz.

Lasst uns zusam­men dar­an arbei­ten, dass das Inter­net ein Ort bleibt, an dem sich auch die Jüngs­ten frei ent­fal­ten können.


AUTORIN

Pro­jekt­lei­tung Sucht­prävention
02742 – 31440 DW 24