Falls Ihr Mailprogramm den Newsletter nicht richtig anzeigt, klicken Sie bitte hier.
Fachstelle Newsletter
Neuigkeiten aus der Fachstelle NÖ - September 2019
[Anrede]
Wir freuen uns, Ihnen interessante Artikel zu den Themen Suchtprävention und Sexualpädagogik übermitteln zu dürfen.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Herbst!

Das Team der Fachstelle NÖ
 

Die Sexualpädagogik startet mit Elan in den Herbst!
IllustrationEs liegen turbulente Monate hinter uns: im Rahmen einer Diskussion über Sexualpädagogik an Schulen durch externe Expert*innen, wurde es noch einmal deutlich, dass die Fachstelle Niederösterreich eine vom Bildungsministerium anerkannte Einrichtung ist. Wir freuen uns, Ihre Institution auch für das Schuljahr 2019/20 mit unseren sexualpädagogischen Projekten unterstützen zu können. Buchen Sie jetzt!
[Erfahren Sie mehr]
Der NÖ Werbepreis im Dialog-Marketing geht an ....
IllustrationAm 25. Juni wurden die Freecards zum sicheren Umgang mit Alkohol mit dem Werbepreis „Goldener Hahn“ in der Kategorie Dialog-Marketing prämiert. Markus Mader überzeugte mit seinem Team gemeinsam mit der Fachstelle NÖ die hochkarätige Fachjury. [Wer hätte das gedacht?]
Aktuelle Veranstaltungen
Illustration
Fortbildungen sind wichtiger Bestandteil, um den aktuellen Strömungen kompetent zu begegnen und professionell zu handeln. Melden Sie sich jetzt an! Alle Fortbildungen sind kostenlos, [aber nicht umsonst :)]
Ausgeraucht?! – Aktuelles zum Thema Tabak
IllustrationDamit Ihr Kopf aufgrund der unterschiedlichen Berichterstattungen nicht zu rauchen beginnt… […haben wir hier das Interessanteste für Sie zusammengefasst.]
Lebenskompetenzen – Was ist das? Teil 3
IllustrationIm dritten Teil der Serie „Lebenskompetenzen – was ist das?“ widmen wir uns Fragen rund um das kreative und das kritische Denken. [Hier finden Sie Antworten.]
Betriebliche Suchtprävention – Wie Kolleg*innen und Vorgesetzte zu problematischem und abhängigem Verhalten beitragen
Hat ein*e Mitarbeiter*in ein problematisches oder abhängiges Verhalten (z.B. Alkoholkonsum), beeinflusst dies nicht nur die Arbeitsleistung dieser Person, sondern hat auch Auswirkungen auf Kolleg*innen und Vorgesetzte. Aus dem Bedürfnis zu helfen kann ein Co-Verhalten entstehen und so das problematische Verhalten verfestigen.

Was ist Co-Verhalten bzw. Mitbetroffenheit am Arbeitsplatz?

Menschen sind soziale Wesen und leben in einem Beziehungsgeflecht mit anderen Menschen. Das bedeutet, dass sie vom Verhalten anderer Personen mitbetroffen sind. Raucht beispielsweise eine Person in Anwesenheit von anderen Personen, so atmen diese, ob sie möchten oder nicht, ebenfalls den Rauch ein. Sie sind von dem Verhalten der rauchenden Person mitbetroffen.
Trinkt eine Person eine problematische Menge an Alkohol bzw. konsumiert andere Substanzen, so ist auch in diesem Fall nicht nur die Person selbst, sondern ebenfalls andere Personen im Betrieb mitbetroffen. Dies äußert sich am Arbeitsplatz oft dadurch, dass die Person vereinzelte Tage fehlt, mit ihren Arbeitsaufträgen nicht mehr zurechtkommt oder vermehrt Fehler entstehen. Bei Kolleg*innen entwickelt sich hier oft der Wunsch zu unterstützen und sie übernehmen Aufgaben und merzen Fehler der Person aus. So wird das tatsächliche Problem von Vorgesetzten oft lange nicht erkannt.

Co-Verhaltensweisen am Arbeitsplatz sind Verhaltensmuster jener Personen im Betrieb, die das problematische Verhalten der betroffenen Person durch ihr eigenes Verhalten aufrechterhalten. Beispielsweise werden der betroffenen Person, durch die gutgemeinte Übernahme von Arbeitsaufträgen durch Kolleg*innen, die Auswirkungen des Konsums und die damit verbundenen Konsequenzen nicht spürbar gemacht und sie braucht daher ihr Verhalten nicht zu ändern. In einem Betrieb laufen nicht nur unmittelbare Kolleg*innen, sondern alle Personen wie z.B. Personalchef, Betriebsrat, Vorgesetzte etc. Gefahr, ein Co-Verhalten zu entwickeln und der betroffenen Person einen großen Teil ihrer Eigenverantwortung abzunehmen bzw. normalerweise nicht tolerierbares Verhalten zu akzeptieren.

Wieso entsteht Co-Verhalten?
Wieso ist dieses kontraproduktiv?

Co-Verhalten entsteht meist aus der besten Absicht heraus. Es ist legitim und menschlich, dass der Wunsch entsteht die Person zu unterstützen und ihr zu helfen. Prinzipiell hat diese Verhaltensweise in der Gesellschaft im Sinne der sozialen Unterstützung auch einen wichtigen Stellenwert. In Zusammenhang mit problematischem Konsum und einer Abhängigkeitserkrankung muss dies allerdings anders gehandhabt werden, da diese Art von Unterstützung nicht hilfreich ist.

Die Abnahme von Eigenverantwortung und Übernahme von Aufgaben der Person ist insofern kontraproduktiv, da die betroffene Person somit keine Notwendigkeit sieht, ihr Verhalten zu ändern. So trägt das gut gemeinte Verhalten der unterstützenden Kolleg*innen dazu bei, dass das problematische bzw. abhängige Verhalten der Person fortgesetzt wird. Zusätzlich kommt es bei den augenscheinlich ‚helfenden‘ Personen zu einer Mehrarbeit. Diese müssen ggf. Mehrstunden verrichten und die Belastung steigt für sie.

Aus der Perspektive eines Betriebes gibt es verschiedene Gründe die zu einem Co-Verhalten führen können z.B.:
  • Wertvorstellungen der Mitarbeiter*innen, dass Kolleg*innen bei Vorgesetzten gedeckt werden müssen
  • Persönliche Haltungen im Sinne der gesellschaftlichen Vorstellungen, dass Kolleg*innen geholfen werden soll
  • Unkenntnis über angemessenen Umgang
  • Unsicherheiten im Umgang mit psychischen Problemen
  • etc.

Alternativen zu Co-Verhalten – wie unterstütze ich richtig bei problematischem Konsum/ Verhalten?

Co-Verhalten entsteht meist aus der Unkenntnis, wie in einer so speziellen Situation angemessen gehandelt werden soll. Wichtig ist hier, dass bereits im Vorfeld Überlegungen im Betrieb angestellt wurden, wie ein klares und konsequentes Vorgehen in diesen Fällen aussehen soll.

Bereits in der Anfangsphase sollte über Veränderungen im Verhalten der betroffenen Person gesprochen werden. Hilfreich ist hier, wenn ein betriebliches Unterstützungsprogramm, angepasst an die Strukturen des Betriebs, entwickelt wurde. Dieses Programm bietet eine klar formulierte Handlungsanleitung für alle Personen im Betrieb und zeigt somit einen angemessenen Umgang auf.

Denn wie bereits eingangs erwähnt, sind Menschen soziale Wesen, die in einem Beziehungsgeflecht leben. Reduziert ein angemessener Umgang das problematische Verhalten, so nimmt dies eine positive Wendung für alle Beteiligten und entlastet alle.

Für weitere Informationen und Fragen wenden Sie sich bitte an


Frau Mag. Anja Himmel

02742/ 31 440-18




[zurück]
Drogensituation in Europa: Wie sind die Trends?
IllustrationDer Europäische Drogenbericht 2019 der EMCDDA (Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht) ist eine Momentaufnahme der Drogensituation in Europa. Verfasst wurde dieser aufgrund neuester verfügbarer Daten. Er dient als Grundlage für weitere Maßnahmenplanungen. [Hier sind die Trends und Entwicklungen 2019:]
Ich weiß nicht, was ich wollen soll - Eine Buchempfehlung
IllustrationWer kennt es nicht, das Gefühl sich einfach nicht entscheiden zu können? Heute stellen wir Ihnen passend zur Lebenskompetenz der Entscheidungsfähigkeit ein Buch vor:
[„Ich weiß nicht, was ich wollen soll. Warum wir uns so schwer entscheiden können und wo das Glück zu finden ist.“ von Bas Kast]
Fachstelle NÖ
Brunngasse 8, 3100 St. Pölten, Tel: 02742 / 31440 FAXDW 19, E-mail: office@fachstelle.at
Impressum - Datenschutz -Newsletter abbestellen